1. Hörgeräte auf dem neuesten Stand
Etwa 15 Millionen Deutsche leiden unter einem schlechten Hörvermögen, aber nur 2 Millionen tragen ein Hörgerät. Der Grund: Viele denken bei „Hörgerät“ noch an einen klobigen Apparat, dessen Batterie der Besitzer in der Tasche mit sich herumtragen muss. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Die aktuellen Modelle überzeugen mit präziser Technik und einem unsichtbaren Design:
Wie funktioniert ein Hörgerät?
Ein digitales Hörgerät nimmt den Umgebungsschall über ein Mikrofon auf und wandelt ihn in elektrische Signale um. Dabei verarbeitet ein winziger Prozessor die Daten und sorgt dafür, dass sie als Schallwellen in den Gehörgang gesendet werden. Doch das ist nicht alles: Moderne Hörgeräte filtern Umgebungsgeräusche aus der akustischen Kulisse und regeln die Lautstärke automatisch.
„Räumliches“ Hören möglich?
Sogenannte binaurale Geräte wollen die Trennung mehrerer akustischer Eindrücke und damit ein räumliches Hören ermöglichen. Dafür vermitteln sie Daten per drahtloser Verbindung zwischen den Hörgeräten beider Ohren. In Räumen mit viel Echo oder bei durcheinanderredenden Menschengruppen kann dem Träger so eine bessere akustische Orientierung gewährt werden, erklären die Experten von Geers.
Störende Geräusche kommen nicht immer vom Gerät
Viele Menschen, die gerade ein Hörgerät bekommen haben, beklagen sich über die Lautstärke von Umgebungsgeräuschen. Sie empfinden etwa das Ticken einer Uhr, das Rauschen der Spülmaschine oder den tropfenden Wasserhahn als störend. Dabei muss man berücksichtigen, dass schwerhörige Menschen viele Geräusche ihrer Umgebung manchmal über Jahre nicht mehr bewusst wahrgenommen haben. Nicht immer liegt also der Fehler in der Technik, sondern das Hören muss erst wieder „gelernt“ werden.
Smart Hearing: Bluetoothfähige Hörgeräte
Hörgeräte der neuesten Generation sind bluetoothfähig und eröffnen damit vielfältige Möglichkeiten. An das Smartphone gekoppelt, lassen sich Einstellungen vornehmen, die das Sounderlebnis optimieren. Auch der Fernseher, die Stereoanlage oder ähnliche Geräte lassen sich koppeln, so dass das Hörgerät als Hochwertiger Kopfhörer genutzt werden kann. Hat das Hörgerät ebenfalls ein Mikrofon, ist auch telefonieren kein Problem mehr.
2. Smartwatches – die Gesundheitsassistenten
Heutzutage kann jeder seinen persönlichen Fitness-Coach am Handgelenk mit sich herumtragen. Die Rede ist von Smartwatches, die neben der Uhrzeit zahlreiche körperliche Parameter ihres Trägers messen:
Vorteil: direkter Hautkontakt
Wer sich darüber ärgert, dass eine Smartwatch weit weniger kann als ein Smartphone, muss sich auch ihres Vorteils bewusst werden. Die Uhr liegt direkt auf der Haut des Besitzers und kann daher per Sensor Daten über dessen Körperfunktionen sammeln, beispielsweise die Herzfrequenz. So lässt sich überwachen, ob der Puls beim Training innerhalb einer festgelegten Zone bleibt oder ob der Herzschlag im Alltag Unregelmäßigkeiten aufweist. Dabei nutzen die Anbieter unterschiedliche technische Ansätze: Manche Smartwatches lauschen dem Herzschlag per Mikrofon, andere messen ihn per Lichtreflex. Letztere können sogar den Blutdruck des Trägers messen.
Die Smartwatch als Aktivitäts- und Schlaf-Tracker
Ein Beschleunigungssensor in der Uhr macht es möglich, die Schritte des Trägers zu zählen und seinen Kalorienverbrauch zu schätzen. Infrarotsensoren, die die Körpertemperatur messen, können Schlafphasen überwachen und den idealen Zeitpunkt zum Aufstehen abpassen. Und schließlich ermöglichen die meisten Geräte die Übertragung der persönlichen Daten auf den Computer, wo sie grafisch aufbereitet werden und Erfolge überwacht werden können.
3. Weitere Devices
Neben der Smartwatch gibt es zahlreiche andere Wearables und Geräte im Health-Bereich.
- Fitness-Armbänder: Ähnlich wie Smartwatches können sie Aktivität, Schlaf und Herzfrequenz überwachen.
- Blutzucker-Messgeräte: Mit einem Sensor an der Rückseite des Oberarms bestimmt dieses Gerät alle 60 Sekunden den Blutzucker in der Zwischenzellflüssigkeit.
- Blutdruckmessgeräte: Sie werden zwar nicht dauerhaft getragen, aber sind heutzutage mit einer Technik ausgestattet, die Daten drahtlos an das eigene Smartphone überträgt oder sogar mit dem behandelnden Hausarzt teilt.
- Medizinische Patches: Diese Silikonpflaster übertragen Vitaldaten von Klinikpatienten an das Pflegepersonal. Hier könne die Fachkräfte etwa erkennen, ob ein Patient seine Liegeposition häufig genug wechselt, um den Körper zu entlasten.
Fazit: Die wunderbare Welt der Technik
Wer etwas für seine Gesundheit tun will, bekommt heute in vielen Bereichen High-Tech-Hilfe: Wearables ermöglichen es dem Träger, neue Gewohnheiten zu entwickeln und bewusster zu leben. Dabei wandeln die Geräte ihr Image vom medizinischen Hilfsgerät hin zum Life-Style-Accessoire.