Versicherungsunternehmen bewerten ihre Tarife jährlich neu und greifen für die Neuauslegung der Beitragszahlungen auf Unfallstatistiken und andere relevante Informationen zurück. Da einige Statistiken besagen, dass ältere Fahrer im Durchschnitt in mehr Schadensfällen verwickelt sind als jüngere Menschen, wird die Autoversicherung für Senioren ab einem bestimmten Punkt teurer. Viele Betroffene merken häufig nicht einmal, dass die Grundbeiträge steigen. Denn wer lange Zeit unfallfrei gefahren ist, profitiert preislich von höheren Schadenfreiheitsklassen.
Wer im gehobenen Alter mehr Geld für seine Kfz-Versicherung zahlen muss, sollte einen Versicherungswechsel in Betracht ziehen. Da jedes Unternehmen unterschiedliche Tarife für Senioren anbietet, kann sich ein Wechsel auszahlen. Im Vorfeld lohnt es sich, die einzelnen Versicherungen auf dem Markt miteinander zu vergleichen und sich allgemeine Informationen über den Bereich einzuholen. Eine sehr gute Anlaufstelle dafür ist die Webseite kfz-versicherung-wechseln.com, die alles Wissenswerte rund um die Autoversicherung parat hält.
Ursache für Beitragssteigerung
Kfz-Versicherungen halten ältere Fahrer für ein Sicherheitsrisiko. Ob diese Annahme begründet ist, bleibt derweil nicht gänzlich beantwortbar, da die Grenzen zwischen Fakten und Stereotypen verschwimmen. Viele Versicherungsunternehmen schwören auf statistische Auswertungen unabhängiger Quellen und beobachten, dass Senioren und Rentner für mehr Unfälle im Straßenverkehr verantwortlich seien als jüngere Fahrer. Auf dieser vermeintlichen Sachlage stützen die Versicherungen die Tariferhöhung für Fahrer im gehobenen Alter.
So sollen gerade Blechschäden, die unter anderem beim Einparken entstehen, im hohen Alter zunehmen. Vorfahrtsfehler und falsches Abbiegen seien die häufigste Ursache für Schadensfälle. Zusätzlich würden Senioren häufig teure Autos fahren, die im Zuge eines Unfalls hohe Reparaturkosten verursachen würden. Die Begründungen lassen sich in ähnlicher Art und Weise fortführen. Allerdings zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ein gänzlich anderes Bild. Ältere Menschen seien demzufolge im Vergleich zum übrigen Bevölkerungsanteil selten in Verkehrsunfälle verwickelt.
Die Gegenüberstellung beider Ansichten zeigt ein verzerrtes Bild und hinterlässt kein eindeutiges Muster, das zeigt, warum Kfz-Versicherungen im höheren Alter teurer werden sollten.
Wann wird die Kfz-Versicherung teurer?
In der Regel müssen sich Autofahrer ab ihrem 60. Lebensjahr darauf einstellen, dass ihr aktueller Versicherer die Beiträge erhöht. Die Realität kann jedoch auch von dieser Altersgrenze abweichen. Je nach Unternehmen und Situation treten auch erst Jahre später neue Tarife in Kraft. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat für beteiligte Betriebe die Empfehlung herausgegeben, Aufschläge für Fahrer ab 68 Jahren einzuführen. Die statistischen Erhebungen des Verbands stehen dabei im Kontrast zu den Erhebungen des Statistischen Bundesamts. So würden Senioren nicht nur teure Schäden verursachen, sondern häufig auch für viele ungemeldete Unfälle verantwortlich sein, die letztlich nicht vom Amt erfasst werden könnten.
Ältere Fahrer, die seit dem Erwerb ihres Führerscheins in keinen Unfall verwickelt waren, sind nicht vom Alterszuschlag ausgenommen. Allerdings merkt dieser Fahrertyp in der Regel nicht, dass er höhere Beiträge für seine Kfz-Versicherungen zahlen muss, da er vom Rabatt in höheren Schadenfreiheitsklassen profitiert. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich die Beiträge mit konstantem Schadenfreiheitsrabatt anzuschauen. Nur auf diese Art und Weise ist es möglich, jene Aufschläge ausfindig zu machen.
Autoversicherung jährlich prüfen!
Senioren sollten den Tarif ihrer derzeitigen Kfz-Versicherung jährlich prüfen, um auf plötzliche Beitragsänderungen reagieren zu können. Gegebenenfalls lohnt sich ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.
Hier sollte jedoch im Auge behalten werden, wie die Konditionen und entsprechenden Leistungen aufgestellt sind. Schließlich soll beim Versicherungswechsel kein Nachteil entstehen. Wer einem Wechsel allerdings abgeneigt ist, sollte zumindest seine gefahrenen Kilometer im Jahr betrachten und die Nutzung des eigenen Fahrzeugs anpassen. Auf diese Weise lässt sich in der Regel ebenfalls einiges Geld sparen.