Das Ende der Rente? Das sind die Rentenpläne der Parteien
… steht auf einem wackeligen Fundament, und private Vorsorge ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht erschwinglich. Mit dem Renteneintritt der Babyboomer werden sich die Probleme noch verschärfen. Was tut die Politik dagegen?
Aktuell arbeiten viele Parteien an neuen Rentenkonzepten, die sich mitunter stark voneinander unterscheiden – manche drohen gar, bestehende Probleme noch zu verschlimmern. Wir stellen auf den folgenden Seiten die Ideen vor.
Arbeitgeberverbände pochen auf einen späteren Renteneintritt – 70 Jahre oder mehr sind im Gespräch. Anklang findet das vor allem bei den Unionsparteien und der FDP. Eine Umsetzung dieser Pläne käme einer neuen indirekten Rentenkürzung gleich – außer für jene, die sehr alt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt aktuell bei rund 80 Jahren.
Die SPD würde gerne eine Grundrente einführen – also eine Mindestente, die oberhalb der Grundsicherung liegt. Finanziert werden soll die Idee durch höhere Rentenabgaben für Gutverdiener und Reiche, denn deren Abgaben sind aktuell durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt, so dass Gutverdiener prozentual einen geringeren Anteil ihres Einkommens für die Rente zahlen müssen, als Geringverdiener.
… hätten die Gutverdiener dann auch höhere Rentenansprüche. Das ließe sich nur ausbalancieren, indem man neben der Grundrente eine gedeckelte Höchstrente einführen würde.
Die Linkspartei geht noch einen Schritt weiter und fordert eine Mindestrente in Höhe von 1200 Euro monatlich – das ist keineswegs eine überzogene Utopie, sondern entspricht etwa der Realität in unseren Nachbarländern.Auch hier sollen Wohlhabende für die Finanzierung stärker als bisher belastet werden.
… unterstützen ebenfalls die Idee eine Grundrente nach dem Konzept der SPD, wollen aber eine Erhöhung der Rentenbeiträge vermeiden und fordern daher eine Finanzierung aus Steuermitteln. Damit stimmt auch die FDP überein.
… hingegen will ein „Starterkit“ für die Rente einführen: So soll der Staat jedem Kind monatlich 100 Euro bis zum 18. Geburtstag zahlen und dieses Geld – insgesamt 21.600 Euro – gewinnbringend anlegen. Dieser Grundbetrag käme dann auf jede Rente obendrauf, unabhängig von der Lebensarbeitsleistung.
… ist ebenfalls im Gespräch, um die Rente zu stabilisieren. Denn heute sorgt der Niedriglohnsektor dafür, dass mehrere Millionen Menschen nur sehr wenig an Rentenbeiträgen zahlen, was langfristig zu einer Schieflage der Rentenkassen führt.