Abzocke und Fakes: So erkennt man Verbraucherfallen im Internet

… und schon ist es passiert. Betrüger haben einen Virus auf dem eigenen Rechner installiert, haben Passwörter abgegriffen oder gar Geld geklaut. Noch immer fallen den Verbraucherzentralen zufolge hunderte Menschen jedes Jahr auf Abzocke im Internet herein. Und die Dunkelziffer dürfte in die Tausende oder Zehntausende gehen.
Dabei ist es gar nicht weiter schwer, den Abzockern zu entgehen. Man muss lediglich wissen, worauf man achten muss und stets aufmerksam bleiben – und eben im Zweifel NICHT klicken. Ganz wichtig: Vor allem ältere Menschen werden Opfer von Internet-Betrügern. Es kann also hilfreich sein, diesen Leitfaden mal den Eltern und Großeltern zu mailen. Mit etwas Glück hilft man ihnen dabei, sich selbst zu helfen.
Phishing-Mails sind weit verbreitet – und werden immer besser, da sie die Adressaten oft mit dem korrekten Namen ansprechen und auch weitere Daten kennen (oft stammen diese aus gehackten Datenbanken). In der Regel sollen die Empfänger dazu bewegt werden, einen Anhang zu öffnen oder auf einen Link zu klicken – und dann dort schlimmstenfalls zu Beispiel die Zugangsdaten zu Online-Shops oder zum Online-Banking einzugeben, damit die Betrüger sie abfischen können.
… hilft ein simpler Trick: Mails sehr genau lesen! Oft ist schon an einer kryptischen Absender-Adresse erkennbar, dass es sich nicht um eine Mail des vermeintlichen Absenders (zB. Shop oder Telekommunikationsanbieter) handelt. Wenn man den Absender nicht kennt oder es andere, auch nur minimale Gründe für Zweifel gibt: Auf keinen Fall den Anhang öffnen, auf keinen Fall auf Links in der Mail klicken! Faustegel: Seriöse Anbieter fordern NIE in einer Mail zur Eingabe von Passwörtern auf!
Es wird immer einfacher und kostet immer weniger, professionell aussehende Websites zu gestalten. Das macht es Betrügern einfach. Das Netz ist voll von gut und aufwändig gemachten Fake-Shops, wo man vermeintliche Markenartikel (zB. Sonnenbrillen oder Uhren) zu unglaublichen Schnäppchenpreisen kaufen kann. Im harmlosesten Fall erhält man Plagiate (deren Einfuhr in Deutschland illegal ist), im schlimmsten ist das Geld weg und man erhält gar nichts.
… kann man sich wappnen. Faustegel: Wenn ein Produkt extrem billig angeboten wird, gibt es fast immer einen Haken! Bevor man auf „Kaufen“ klickt, sollte man zwei Dinge tun. Erstens: Einen Blick ins Impressum werfen. Gibt es dort keine ladungsfähige Adresse, Mailadresse und Telefonnummer oder liegen diese im Ausland, sollte man sofort hellhörig werden. Zweitens: Den Namen des Shops in eine Suchmaschine eingeben. Handelt es sich um einen Fake-Shop, so wird man auf diesem Weg zahllose Beschwerden geprellter Kunden finden. Ist das der Fall, bestellt man dort natürlich nichts. Egal, wie verlockend das Angebot ist!
Selbst auf seriösen Websites, zum Beispiel von Tageszeitungen oder Nachrichtenmagazinen, findet man oft Fake-Werbung. Diese zeichnet sich in der Regel durch sehr knallige Angebote oder aufsehenerregende Schlagzeilen, oft auch durch die (geklauten) Fotos von Promis aus. Alles legt es darauf an, dass man klicken soll.
… hilft eine simple Frage: Kann das wirklich sein? Verschenkt wirklich jemand hundert Smartphones? Ist Promi XY wirklich gestorben? Kann man wirklich mit einem Nebenjob von zu Hause aus reich werden? Der gesunde Menschenverstand sagt einem rasch: Nein! Natürlich nicht! Ein weiteres Warnsignal ist es, wenn nicht klar ist, wer die Anzeige schaltet und / oder man aktiv zu einer Aktion aufgefordert wird (also in der Regel dazu, auf die Anzeige zu klicken.
… verbergen sich meist Fake-Shops, Abo-Fallen oder auch Websites, die sofort Viren herunterladen. Man sollte sie auf keinen Fall anklicken – besser ist es, umgehend den Seitenbetreiber zu informieren, denn oft weiß der gar nicht, welche Anzeigen bei ihm automatisch angezeigt werden. Und auch ein Hinweis an die Verbraucherzentralen ist sinnvoll – damit diese wissen, gegen wen und gegen welche neue Masche sie vorgehen sollen.